Learning Analytics (LA) und gezielte Werbung im Internet – ein Gegensatz?
In der FAZ vom Freitag 15.06.12 habe ich (in der Printversion
) einen Artikel über gezielte Werbung im Internet entdeckt, der wie folgt beginnt:
„Gezielte Werbung im Netz richtet sich nach den Interessen des einzelnen Nutzers. Und bald wohl auch nach dessen Laune, wie Modelle von Microsoft und Facebook zeigen.“ Dabei viel mir Opco und Learning Analytics (LA) ein.
In diesem Artikel wird u.a. aus einem Patentantrag von Microsoft berichtet, indem anhand eines fiktiven Jungen namens Tom aufgezeigt wird, was in dessen Tag alles schief geht, er entsprechend schlechte Laune hat und wie mit gezielter Werbung darauf regiert werden kann. Informationen, die der Junge über Internet, Chat und Mail preisgibt, sind Grundlage für diese gezielte Werbung – beipielsweise für konzentratiosnfördernde Mittel (morgens für den anstehenden Test in der Schule), nachmittags Angebote für die Zerstreuung – beispielsweise ein Videospiel. Das –Videospiel hat allerdings noch eine weitere Bedeutung: Microsoft hätte damit die Möglichkeit Toms Mimik und Gestik auszuwerten.
Letztendlich möchte LA auch nichts anderes als die Werbung, nämlich passgenaue Lernangebote machen, die den Lerner mit Angeboten dort unterstützen, wo er es braucht und wo ggf. seine Interessen liegen.
Rein technisch gesehen, dürften die Unterschiede bei den Algorithmen bei der Werbung bzw. LA nicht so groß sein….
Wer sich für den FAZ-Artikel interessiert, findet ihn auch online: