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Apps an Schulen? Finanzielle Sichtweise

5. Mai 2012

Klein, fein und für vieles brauchbar sind die Bildungs-Apps ja schon. Von der intuitiven Oberfläche könnte sich so manche teure PC-Software durchaus etwas abschauen. Doch sind Apps für den deutschen Schulalltag wirklich so günstig, wie der Horizon Report 2012 vermuten lässt? Dort wird von 99 Cent bzw. kaum mehr als $ 1,99 (also ca. 1,52 €) für die kleinen Helferlein gesprochen. Schauen wir doch einfach einmal nach, was Apps kosten, die im Internet für den schulischen Alltag empfohlen werden.

Apps die dein Leben erleichtern – Die 10 besten Apps für Schule und Studium von 1edu GmbH:

Hier liegt der untere Preis erwartungsgemäß bei 0 €, aber das ist auch „nur“ Platz 10 im Ranking der Verfasser. Es handelt es sich dabei um das App Call a bike. Platz 1, Bio und Chemie kompakt, bringen es dann schon auf 4,99 €. Platz 4, SchoolDoc bringt es als finanzieller Spitzenreiter immerhin auf stolze 14,99 € und wendet sich an Lehrer, die damit ihre Noten- und Kursbücher verwalten können.

App-Reviews der Projektschülerinnen und Schüler der iPhoneklasse Projektschule Goldau (Schweiz);

Auch hier das gleiche Bild: Neben einem kostenlosen App (WordPress) finden sich Apps wie Camera+ für 0,79 €, auch wieder hochpreisige, Dudenapp (19,99 €) und iforest (11,99 €).

Apps für den Schul & Lernalltag von MacExponent

Im sehr sehenswerten youtube-Video „Apps für den Schul & Lernalltag“werden Apps aus Schülersicht vorgestellt. Hier finden sich beispielsweise die kostenlosen Apps von Merck PSE (Perisodensystem), itranslate und leo.org, aber auch dict.cc (1,99 €), MatheApp hd (2,39 €) und Duden Chemie kompakt (4,99 €).

Das sind nur drei Beispiele, aber ganz so kostengünstig, wie im Horizon Report 2012 dargestellt, scheinen mir Apps für den deutschen Schulalltag dann doch nicht zu sein.

Der digital Divide macht auch vor Apps nicht halt. Schulen sollten sich auch aus finanzieller Sicht überlegen, inwieweit Apps im Unterricht eingesetzt werden können und sollten.

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From → Lernen

2 Kommentare
  1. Christian permalink

    Ja, jammern darüber, dass es überhaupt Apps gibt, die etwas kosten, das ist schick geworden. Und es ist ein echtes Erste-Welt-Problem. Angesichts von Smartphones (und Tablets), die in der Regel ein paar hundert Euro kosten, sollten Preise von (nicht einmal) »einem Eis« über »eine Zeitschrift« bis zu (selten mal) »einem Buch« (Hardcover) für Apps, von denen man davon ausgeht, dass man sie regelmäßig benutzt, wohl schwerlich das große, böse Problem sein. Gute Apps zu machen, kostet auch Geld, Qualität gibt es selten zum Nulltarif.

    (Und gerade vielleicht etwas unbedachten Schülern sollten man eher bezahlte Apps ans Herz legen angesichts der Tatsache, dass werbefinanzierte Varianten (oft ohne Zutun der Hersteller) über die Werbung immer wieder mal in irgendwelche Abo-Fallen führen.)

    Die »digital divide« tut sich an ganz anderen, meist viel grundlegenderen Stellen auf.

  2. Mathias permalink

    Ich habe momentan ein Problem mit dem Einsatz von Tablets und Apps in Schule allgemein.
    Wer zahlt die Apps, wenn es schuleigene Tablets sind, im Mischbetrieb (BYOD & schuleigene) und vor allem wie kann ich sicherstellen, dass die Tablets auch „unterrichtsbereit“ sind?

    Das gute Apps mit pädagogischem Mehrwert auch Geld kosten dürfen, sei akzeptiert, hier würde ich allerdings nie 19,99€ für eine Dudenapp ausgeben, sondern einfach 3-4 echte Duden in den Raum stellen 😉

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